Aber nicht wegen der Höhe sorgte die neue Steuer für Proteste, sondern weil abermals die Bewohner der Kolonien direkt besteuert wurden, ohne dass es einen Beschluss der Gesetzgeber vor Ort dazu gegeben hätte und ohne dass die Betroffenen im britischen Unterhaus vertreten gewesen wären. Schon im Jahr zuvor hatte es scharfe Kritik am „Sugar Act“ gegeben, mit dem neue Zölle auf Importwaren wie Zucker oder Gewürze erhoben wurden. „Keine Besteuerung ohne [politische] Vertretung“ („no taxation without representation“) war also die Forderung, die hinter immer heftigeren Protesten gegen die britische Kolonialpolitik stand und die zum Schlagwort der sich formierenden Unabhängigkeitsbestrebungen wurde. Die Forderung lag auch einer Resolution zugrunde, mit der Vertreter von neun Kolonien im Herbst 1765 den „Stamp Act“ zurückwiesen.





