In der Hochstimmung seines Sieges, den er im Jahr zuvor über die aufständischen Sachsen errungen hatte, sah er sich deshalb veranlaßt, den Papst in die Schranken zu weisen. Die Bischöfe, ohnehin irritiert durch Gregors kompromißlosen Reformeifer und sein Sendungsbewußtsein, wußte Heinrich auf seiner Seite. Des Papstes Forderung nach unbedingtem Gehorsam war auch den Bischöfen unerträglich. „Er fährt mich an wie ein wütender Nordwind mit stürmischem Hauch“, hatte etwa Kardinalbischof Petrus Damiani über den strengen Nachfolger Petri geäußert. Heinrichs Reaktion war spektakulär: Kraft seiner königlichen Autorität forderte er den Papst auf, sein Amt niederzulegen: „Ich, Heinrich, durch die Gnade Gottes König, sage dir zusammen mit allen meinen Bischöfen: Steige herab, steige herab!“ Die Reaktion Papst Gregors VII. war ebenso brüsk: Im Februar 1076 verhängte er über den König den Kirchenbann.





