Bereits im vergangenen Herbst hatte die Stadt Köln für die Rettung des Archivguts fünf Millionen Euro bereitgestellt. Aus diesem Topf gehen nun zwei Millionen Euro direkt in das Stiftungskapital. Das Land Nordrhein-Westfalen bringt sich mit einer weiteren Million ein. Neben den beteiligten Kirchenvertretungen unterstützen zudem die Bundesrepublik Deutschland und der Landschaftsverband Rheinland die Stiftung.
Beim feierlichen Gründungsakt werden Vertreter aller beteiligten Institutionen zugegen sein. Neben dem Kölner Oberbürgermeister Jürgen Roters und dem Staatssekretär des Landes Nordrhein-Westfalen, Heinrich Grosse-Brockhoff, werden Generalvikar Dr. Dominik Schwaderlapp und Vizepräses Petra Bosse-Huber als Repräsentanten der Kirchen die Gründungsurkunde unterschreiben. Am 3. März 2009 war das Archivgebäude in sich zusammengebrochen, als die darunter liegende Baustelle eines neuen U-Bahn-Tunnels wegen baulicher Mängel einstürzte. Bei dem Unglück kamen zwei Menschen ums Leben. Von dem Gebäude blieb nur ein Trümmerfeld übrig. In monatelanger, mühevoller Arbeit haben Feuerwehr, Archivmitarbeiter und freiwillige Helfer versucht, möglichst viele der Archivstücke aus dem Schutt zu bergen. Bis heute konnten rund 85 Prozent der Bestände wieder zu Tage gefördert werden. Die Rekonstruktion und Restauration der beschädigten Stücke wird aber voraussichtlich noch Jahrzehnte andauern.
Umso dringlicher ist die öffentliche Förderung und Unterstützung der Rettungsarbeiten. Zugunsten des Archivs hat es bereits mehrere Spenden- und Unterstützungsaktionen gegeben, unter anderem Benefizkonzerte und Restaurierungspatenschaften. Die Gründung der Stiftung Stadtgedächtnis ist nun ein weiterer Meilenstein auf dem Weg zur Bewahrung des historischen Erbes der Stadt Köln.





