Die individuellen Lebensgeschichten werden nicht nur hörbar gemacht, sondern auch über einen Gegenstand erzählt. Er steht jeweils für eine zentrale Erfahrung des Verfolgten. Die Ausstellung wirft einen Blick auf das persönliche und historische Umfeld – auf den Alltag im Südwesten vor und während der NS-Zeit, auf Deportation und Neuanfang in der Emigration. Das Schicksal der Juden in Baden-Baden war auch Thema eines Forschungsbeitrags in DAMALS 9/2014.
Die Besucher sollen dazu angeregt werden, in der eigenen Familiengeschichte zu forschen, Eltern und Großeltern zu befragen, im persönlichen Umfeld aufmerksam zu werden auf die Ursachen und die Wirkung von Vertreibung und Vernichtung. SWR2 und die Ausstellung wollen Geschichten erzählen – und so über die Geschichte ins Gespräch kommen.
Die Ausstellung im Stadtmuseum Baden-Baden, die bis 11. Januar 2015 geöffnet ist, wurde kuratiert von Museumsleiterin Heike Kronenwett und Angelika Schindler (Projekt “SWR2 Stolpersteine”).
Im SWR2-Radioprogramm und auf der unten angegebenen Internetseite sind die Radiobeiträge zu “SWR2 Stolpersteine” zu hören, Fotos und Dokumente ergänzen die Lebensgeschichten im Netz. Unter dem angegebenen Link kann man sich auch eine Stolperstein-App herunterladen, die mit Hintergrundinformationen und akustischen Beiträgen zu einem Stadtrundgang einlädt.





