Ministerpräsident Aristide Briand, einstmals ein glühender Befürworter von Generalstreiks, reagierte unverzüglich. Er nutzte die aufgeheizte Stimmung zwischen Klassenkämpfern und patriotisch Gesinnten und berief alle wehrpflichtigen Eisenbahner für 21 Tage zu einer militärischen Übung ein. Alle Depots und Bahnhöfe wurden durch das Militär besetzt. Wenn diese rigorosen Maßnahmen auch im Kabinett nicht auf ungeteilte Zustimmung stießen, so gewann die Regierung doch die Kraftprobe mit den Gewerkschaften: Die noch zaghafte Streikbewegung wurde im Keim erstickt. 3300 Arbeiter wurden in der Folge entlassen, nachdem bereits 1909 die Rechtsgrundlage für ein Streikverbot im öffentlichen Dienst erlassen worden war.





