Vielerorts gibt es zum Beispiel noch Straßen und Plätze, die an den ehemalige Reichspräsidenten Paul von Hindenburg erinnern, der Adolf Hitler 1933 zum Reichskanzler ernannte. Aber auch andere Namensgeber stehen zur Debatte. In Freiburg sollen alle 1300 Straßennamen auf den Prüfstand kommen. Dort wird ein Historiker beauftragt, zwei Jahre lang die Straßennamen vor allem unter dem Blickwinkel näher anzuschauen, ob deren Namensgeber mit Diktatur, Militarismus, Antisemitismus, Rassismus, Kolonialismus oder Verfolgung von Minderheiten in Verbindung gebracht werden können.
In Mönchengladbach ist ebenfalls eine Debatte über die „Hindenburgstraße“ im Zentrum der Stadt entbrannt. Und auch in Hamburg wird in der Bezirksversammlung Hamburg Nord darüber diskutiert, ob die dortige Hindenburgstraße nicht umbenannt werden sollte. DAMALS hat dem ehemaligen Reichspräsidenten Paul von Hindenburg ein Titelthema in der Ausgabe 08/2012 gewidmet. Namhafte Autoren zeichnen darin Leben und Karriere des preußischen Junkers und hochrangigen Militärs nach. Der Historiker Wolfram Pyta belegt zum Beispiel, dass Hindenburg keineswegs der greise Haudegen war, der die Tragweite seiner Entscheidung, Adolf Hitler zum Kanzler zu berufen, nicht mehr überblickt habe.





