„Die Studie zeigt, wie die damalige Stiftung ab 1933 mehr und mehr als Instrument zur Verwirklichung der damaligen propagandistischen Ziele und schließlich auch im Zeichen des Rassenwahns der Nazis genutzt wurde“, sagte der Generalsekretär der Stiftung Enno Aufderheide zum Erscheinen der Studie in Bonn. „Die Erkenntnisse der Arbeit sind eine Mahnung, wachsam zu bleiben gegenüber allen Versuchen, selbst so positive Maßnahmen wie den wissenschaftlichen Austausch zu missbrauchen“, so Aufderheide. Wenn es in dem bedrückenden und beschämenden Gesamtbild eine positive Erkenntnis gebe, so sei es die, dass die Nazis das Deutschlandbild vieler Stipendiaten nicht wie erhofft manipulieren konnten, so Aufderheide: „Nicht wenige kehrten desillusioniert zurück und waren gewiss nicht zu Freunden der Nazis geworden. Erst nach dem Krieg wurden sie zu Brückenbauern für das demokratische Deutschland.“ Die Studie ist im Verlag Bonn University Press erschienen.





