„Das Narrenschyff “, mit 103 Holzschnitten illustriert und 1494 in Basel gedruckt, war sogleich ein großer Erfolg, allerdings auf den deutschsprachigen Leserkreis beschränkt. Sebastian Brants Schüler Jakob Locher erarbeitete deshalb eine lateinische Fassung mit dem Titel „Stultifera navis“, keine bloße Übersetzung, sondern eine Nachdichtung. Locher nahm eine Kürzung der meisten Kapitel vor und ersetzte einige völlig. Diese Ausgabe, die am 1. Juni 1497 in Straßburg erschien, wurde in Europa enthusiastisch aufgenommen und seinerseits Grundlage für zahl‧reiche volkssprachliche Übersetzungen. Auch im 16. Jahrhundert erfreute sich Sebastian Brants Satire großer Beliebtheit und inspirierte in der Folgezeit mehrere Werke.





