Deren Angebot, sich kampflos zu unterwerfen, wies der Kalif zurück. Hülegü begann mit der Belagerung. Den geschätzten 50 000 Kriegern des Kalifen stand ein mongolisches Heer von etwa 150 000 Mann und den brüchigen Stadtmauern schweres Belagerungsgerät gegenüber. Die Mongolen postierten sich in einer Zangenbewegung an beiden Ufern des Tigris. Am 10. Februar 1258 brachen die Mauern, und Hülegü Khan machte seine Drohung wahr. In grausamen Details schildern die Quellen, wie nicht nur der Kalif und seine Familie, sondern auch ein Großteil der Bevölkerung den wütenden Eroberern zum Opfer fielen. Zu Tausenden wurden die Einwohner getötet und die Stadt in Schutt und Asche gelegt. Die berühmte Bibliothek aber wurde in den Tigris geworfen.





