Zu den beteiligten Orten zählen die Domstädte Worms, Mainz und Speyer, die Festungsanlagen der Reichsburg Trifels, der Hardenburg bei Bad Dürkheim, der Burg Guttenberg bei Neckarmühlbach und der Starkenburg bei Heppenheim sowie die Kaiserpfalzen Bad Wimpfen, Gelnhausen und Ingelheim. Der Kalender durch das Stauferjahr bietet bis Januar 2011 abwechslungsreiche Programmpunkte, darunter mehrere Sonderausstellungen, Konzerte, theatralische Inszenierungen, Mittelalterfeste, Lesungen, Vortragsreihen, Führungen und Aktionen.
Mannheim ist mit der Ausstellung „Die Staufer und Italien“ Hauptort des Stauferjahres. In enger Zusammenarbeit mit der Universität Heidelberg, der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz und der Verwaltung der Staatlichen Schlösser und Gärten Hessen wird eine Mittelalter-Schau präsentiert, die sich den innovativen Neuerungen und Entwicklungsschüben der Stauferzeit in drei Regionen, dem Rhein-Main-Neckar-Raum, Oberitalien und dem Königreich Sizilien zuwendet. Mit bedeutenden, zum Teil erstmals in Deutschland gezeigten, originalen Zeugnissen und Pretiosen wird die Geschichte, Kunst und Kultur des staufischen Zeitalters lebendig gemacht.
Darüber hinaus beteiligt sich Mannheim mit mehreren Schauplätzen am Festprogramm. Der Luisenpark bietet unter dem Titel „Birdwatching mit den Augen Friedrichs II.“ vogelkundliche Führungen an, in denen 36 Vogelarten vorgestellt werden, die der Staufer in seinem „Falkenbuch“ beschrieben hat und die im Naturpark leben. Unter dem Motto „Italienische Lebensart in Mannheim“ verwandelt sich außerdem das Wahrzeichen der Stadt, der Wasserturm, in der Woche vom 20. bis 24. September auf Initiative des KulturNetz Mannheim Rhein-Neckar e.V. in „Torre d’Italia“ und präsentiert allabendlich eine besondere Mischung aus italienischer Literatur, Musik und Kunst, von Kabarett, Comedy, über Lesungen, klassischer Musik bis hin zu modernen italienischen Liedermachern.
Die Kunsthalle Mannheim zeigt ab 25. September unter dem Titel „Piranesis Vedute Di Roma“ Schätze aus ihrer grafischen Sammlung, die die Faszination der „Ewigen Stadt“ zum Thema haben, die schon die Staufer in den Bann zog. Drei Gastspiele im Museum Zeughaus gibt schließlich das Mittelalter-Ensemble der Capella Antiqua Bambergensis und lässt, unterstützt von den Musikern Christine Maria Rembeck, Arianna Savall und Petter Udland Johansen am 3. und 23. Oktober sowie am 7. November die Musik der Stauferzeit erklingen. Das vollständige Programm des Stauferjahres 2010 kann als Faltblatt über die Website www.staufer2010.de bestellt werden und ist bei den Reiss-Engelhorn-Museen erhältlich.
Auf der Reichsburg Trifels erwartet die Besucher eine neue Ausstellung mit dem Titel „Macht und Mythos“, sowie Schauspielführungen an den Wochenenden, die die Befreiung des Richard Löwenherz in Szene setzen. Zu den besonderen Höhepunkten zählen vom 16. Juli bis 1. August auch die von Dieter Wedel inszenierten Nibelungenfestspiele in Worms, die sich unter dem Titel „Teufel, Gott und Kaiser“ der Persönlichkeit Kaiser Friedrichs II. widmen. Bad Wimpfen gedenkt mit der historischen Freilichtinszenierung „Heinrich VII Rebell in Samt und Seide“ an mehreren Spieltagen im Juli an den Einzug Kaiser Friedrichs II. vor 775 Jahren, als dieser seinen Sohn Heinrich (VII.) unterwarf. Die Universitätsbibliothek Heidelberg präsentiert ab dem 26. Oktober mit dem Codex Manesse ihren größten Schatz, das sogenannte „Schönste Buch des Mittelalters“, das Darstellungen der staufischen Herrscher Heinrich VI. und Konradin enthält.





