Mit der Operation „Overlord“, dem größten amphibischen Unternehmen der Weltgeschichte, sollten innerhalb eines Tages 160 000 Soldaten in der Normandie landen. Für die alliierten Soldaten ebenso wie für ihre deutschen Kontrahenten wurde der 6. Juni zum „längsten Tag“, auf den sie sich jahrelang vorbereitet hatten. Auf beiden Seiten war man sich wohl bewusst, dass die Frage, ob sich die Alliierten in Frankreich festsetzen konnten oder nicht, von großer Bedeutung für den Ausgang des Zweiten Weltkrieges sein würde.
Den Auftakt zum „D-Day“ bildete kurz nach Mitternacht eine großangelegte Luftlandung mit Fallschirmjägern und Lastenseglern. 24 000 Soldaten landeten auf der Halbinsel Cotentin sowie im Gebiet zwischen Orne und Dives. Ihre Aufgabe war es – noch bevor bei Tagesanbruch die Landung von See her beginnen würde – wichtige Brücken und Verkehrsknotenpunkte unter ihre Kontrolle zu bringen, die Landezonen an der Küste gegen Angriffe deutscher Verstärkungen abzuschirmen sowie einzelne Elemente der Küstenverteidigung auszuschalten.
Der Masseneinsatz von Fallschirmjägern bei Nacht barg jedoch ungeahnte Schwierigkeiten. Anders als bei der weitgehend mit Lastenseglern eingeflogenen britischen 6. Luftlandedivision verfehlten weite Teile der primär per Fallschirm abgesetzten amerikanischen 82. und der 101. Luftlandedivision aufgrund von Flakbeschuss und widrigen Winden die vorgesehenen Landezonen. Stattdessen wurden sie über die westliche Normandie verstreut. An ein plangemäßes Handeln war unter diesen Umständen kaum zu denken. Noch 24 Stunden nach der Landung verfügten die Stäbe der 82. und der 101. Luftlandedivision mit 2000 bzw. 2500 Mann lediglich über ein Drittel der abgesetzten Kräfte. …
Den vollständigen Artikel finden Sie in DAMALS 06/2014.
PD Dr. Christian Th. Müller





