Der bereits aus mehreren Kino- und Fernsehdokumentationen bekannte Florian Huber nimmt den Leser aus seiner ganz persönlichen Sicht mit auf eine Reise durch die Jahrhunderte. So werden nicht nur archäologische Fakten vermittelt, sondern auch ein lebhafter Einblick in die Strapazen seiner vielen Forschungsreisen gegeben – inklusive einer sich durch die Kapitel ziehenden Theorieeinführung in das Tauchen. Farbige, großformatige Bilder ziehen weiter in das Geschehen hinein und vermitteln dem Leser einen visuellen Eindruck der vom Autor geschilderten Projekte.
Seinem eigenen Motto folgend, dass Redundanz die Regel Nummer eins auf Expeditionen ist, wird Huber nicht müde, die Gefahren des Höhlen- und Tiefseetauchens zu betonen oder einzelne Routinen beim Tauchen in den einzelnen Kapiteln zu wiederholen. Während die sich anschließenden Kapitel hilfreich sind, um sich die Bandbreite potenzieller Einsatzmöglichkeiten der Unterwasserarchäologie vorzustellen, merkt man doch, dass das Herz des Autors eigentlich für die Höhlen Yucatáns schlägt. Diesen widmet er nicht nur das erste Kapitel seines Buches, sondern auch den Titel des Werkes. Neben der Exotik des Ortes bieten sich hier dem Leser einige der interessantesten Befunde Hubers: so lassen angespitzte Schneidezähne auf ein entsprechendes Schönheitsideal der Mayas schließen, während mit den Knochen eines prähistorischen Mädchens die ältesten Hinweise auf die amerikanische Siedlungsgeschichte gefunden wurden.
Rezension: Marvin Gedigk





