Über vier Jahre hat das Forscherteam um Martin Kemkes vom Archäologischen Landesmuseum Baden-Württemberg die einst in künstlerischer Feinarbeit gefertigten Großbronzenfragmente untersucht. Durch diese umfangreiche Datensammlung konnten die Forscher zum Beispiel belegen, dass die Verbreitung der imposanten, teils sogar vergoldeten Bronzefiguren in den ländlichen Gebieten deutlich höher war, als bisher angenommen. Finanziert wurde das Großprojekt durch die VolkswagenStiftung, die knapp 520.000 Euro dafür zur Verfügung gestellt hat.
Neben der Verbreitung widmet sich die Ausstellung, in der alle rund 5000 Originalfunde zu sehen sein werden, außerdem der Bedeutung und den Geheimnissen rund um den Herstellungsprozess dieser einzigartigen Funde. Nach ihrer Station in Bonn wird die Schau auch im Limesmuseum Aalen und im Museum Het Valkhof in Nijmegen gezeigt. Wer keine Zeit für einen Museumsbesuch hat, kann sich über die von der Forschergruppe aufgebaute Internet-Datenbank über das Projekt sowie die Fundorte der Bronzefragmente informieren.





