Nun vollzog sich Schritt für Schritt die administrative Teilung der Stadt. Zunächst störten von der SED mobilisierte Demonstranten massiv die im sowjetischen Sektor stattfindenden Tagungen der Stadtverordneten und des Magistrats. Der Vorsteher des Stadtparlaments Otto Suhr beschloss, den Tagungsort in den britischen Sektor zu verlegen. Er sah die Grundge-setze der Demokratie verletzt. Während alle anderen Parteien seinem Aufruf folgten, blieb die SED-Fraktion fern. Der 30. November 1948 brachte endgültig die Teilung. Etwa 1600 Personen, darunter die SED-Delegierten und Mitglieder von kommunistischen Organisationen, erklärten den gewählten Berliner Magistrat für abgesetzt und wählten den Sohn des ersten deutschen Reichspräsidenten, Friedrich Ebert, der bis 1967 Oberbürgermeister von Ost-Berlin blieb.





