Im Zentrum der dreiteiligen Ausstellung im Bernische Historische Museum (Helvetiaplatz 5, 3005 Bern (CH), Tel.: +41-31-350-7711) werden die Entstehung des chinesischen Kaiserreichs 221 v. Chr., die schillernde Figur des Ersten Kaisers und seine monumentale Grabanlage mit der spektakulären Terrakottaarmee sowie das Vermächtnis dieser Epoche für China stehen. Für diese einmalige Ausstellung, die nur in Bern zu sehen sein wird, arbeitet das Museum mit den Kultur- und Archäologiebehörden der chinesischen Provinz Shaanxi (Hauptstadt Xi’an) zusammen, wo sich die Grabanlage befindet.
“Ich freue mich sehr, dass wir ganz unterschiedliche Figuren aus der Grabanlage des Ersten Kaisers als Höhepunkt unserer Ausstellung werden zeigen können. Im Verbund mit den rund 220 anderen Originalobjekten aus China erzählen diese spannende Geschichten über die Entstehung des chinesischen Kaiserreichs”, sagte Jakob Messerli, der Direktor des Bernischen Historischen Museums.
Die Terrakottaarmee von Qin Shi Huangdi (259 – 210 v. Chr.), dem ersten Kaiser Chinas, wurde 1974 zufällig entdeckt. Die Armee mit rund 8000 lebensgrossen Kriegern ist Teil einer gigantischen Grabanlage, deren Zentrum ein Abbild der Welt darstellt. Die Terrakottaarmee ist eine der spektakulärsten und berühmtesten archäologischen Entdeckungen aller Zeiten. Sie ist seit 1987 auf der Liste des UNESCO-Weltkulturerbes und wird häufig als 8. Weltwunder bezeichnet. Qin Shi Huangdi ist eine ebenso bestimmende wie umstrittene Figur in der Geschichte Chinas: Er unterwarf und einte grosse Teile des heutigen China. Er begann mit dem Bau der Chinesischen Mauer und vereinheitlichte die Währungen, Masse und Gewichte. Zudem standardisierte er das Schriftsystem, das zu einer einigenden Klammer für das chinesische Riesenreich wurde.





