In „Terror und Traum“ kontrastiert der Osteuropa-Historiker, weniger analytisch als ein Kaleidoskop entwerfend, auf eindrucksvolle Weise das Wüten des Terrorregimes mit den Produkten einer Gesellschaftsutopie, die als die andere Seite der Medaille erscheinen: Ob Industrialisierungsoffensive oder gigantische Bauprojekte, ob die pompöse Inthronisation Puschkins als Klassiker oder die Großveranstaltungen des Sports, überall vermag Schlögel zu zeigen, wie der Terror greifen konnte, weil gleichzeitig der Traum einer neuen Gesellschaft existierte.
Rezension: Talkenberger, Heike





