Spannend ist zu lesen, wie etwa der Humanist Konrad Celtis eine Vorstellung von der Überlegenheit „Teutschlands“ gegenüber seinen Nachbarländern (vor allem Italien) entwickelte, da Teutschland sich angeblich stärker als andere durch „Natürlichkeit“ und „Reinheit“ auszeichne. Die Deutschen stammten von den Germanen ab, seien also „reinen Geblüts“ und zudem noch nie aus ihrem Territorium vertrieben worden. Andere betonten zudem die Freiheit als „Urprinzip“ der Deutschen. Doch so einseitig bleibt das Bild von den Deutschen und ihrer Nation nicht: Lau macht Widersprüchlichkeiten aus, die in der nationalen Geschichtsschreibung des 19. Jahrhunderts, die sich auf die Humanisten bezog, völlig ausge‧blendet wurden.
Rezension: Dr. Heike Talkenberger





