Eine lesenswerte Biographie dieser faszinierenden Frau hat jetzt Thomas Pratsch vorgelegt. Er schildert nicht nur das Leben Theodoras, sondern bettet es in die Zeitumstände ein. Vor allem aber setzt er sich mit den Schilderungen des Prokop auseinander, auf denen die überlieferte Lebensgeschichte der Theodora beruht. Mit wissenschaftlicher Quellenkritik verweist er manche Passagen der Darstellung Prokops in das Reich der Legende. Insbesondere die Ausschmückung des angeblich lasterhaften Lebens der Theodora bis ins kleinste sexuelle Detail scheint eher einer Männerphantasie entsprungen gewesen zu sein. Antijustinianische Reflexe taten ein Übriges, um der Nachwelt ein wahres Zerrbild einer Kaiserin zu hinterlassen.
Rezension: Dr. Heike Talkenberger





