Maria Tudor, die am 18. Februar 1516 in Greenwich geborene Tochter von Heinrich VIII. und seiner Frau Katharina von Aragón, durchlebte in ihrer Jugend ein dramatisches Auf und Ab. Im Alter von neun Jahren wurde sie zur „Princess of Wales“ ernannt und auf ihre Rolle als künftige Königin vorbereitet. Sieben Jahre später galt sie dagegen als Bastard und verlor fast alle Privilegien.
Das Leben Marias am Tudor-Hof war eng mit dem Schicksal ihrer Mutter Katharina verknüpft. Deren Eltern, die „Katholischen Könige“ Isabella I. (Königin von Kastilien und León 1474 –1504) und Ferdinand II. (König von Aragón 1479 –1516), zählten zu den mächtigsten Monarchen des Abendlands und hatten die Einheit Spaniens nach der Vertreibung der Muslime aus Granada erreicht.





