Terra sigillata und einfache Gedecke aus dem Mittelalter, feines Porzellan aus China, weißes Gold aus Meißen, Fayencen und Steingut, Messer, Gabel, Löffel, und besonderes Besteck wie Austerngabeln und Schneckenzangen, Leuchter und Silberschalen, Zuckerlöffel und Salieren, Pfefferstreuer und Senftuben, Servietten und Tischtücher, dies alles sind Gegenstände, die für sich eine Geschichte leben, gleichzeitig aber auch Geschichte und Lebensart ihrer Benutzer erzählen und Inhalte über das Umfeld und die Gesellschaft und damit die soziale Stellung ihrer Nutzer widerspiegeln.
Feines Porzellan erzählt ein Stück Handels- und Kolonialgeschichte, aber auch die Geschichte wirtschaftlicher Entwicklung, die aus den Nachahmungsbestrebungen der begehrten chinesischen Handelsguter entstand.
Der Löffel ist eine uralte Erfindung, die Nachempfindung der hohlen Hand, die zum Teil noch heute in manchen Kulturen zum Essen genutzt wird. Bei uns wurde er ergänzt durch Gabel und Messer und seit dem 17. Jahrhundert entstand der Brauch diese verschiedenen Besteckteile zu nutzen, wobei ein jeder sein eigens Besteck besass, welches er in einem Etui aufbewahrte. Erst im 18. Jahrhundert erscheinen Bestecke vereint im Gedeck auf der Tafel.
Freuen Sie sich auf eine Ausstellung voller Geschichten, mit einem interessanten Rahmenprogramm in dem auch Gaumesfreuden einen Platz einnehmen. Märchen wie Tischlein deck dich oder auch die Reise ins Scharaffenland erzählen vom Essen und Speisen und waren beliebtes Mittel Kindern Tischkultur und Lebensart auf spielerische Weise näher zu bringen. Auch Kinder werden mit speziellen Veranstaltungen in der Ausstellung märchenhaft verzaubert werden.





