Als sich in den späten 1670er Jahren die Fälle von Giftmorden häuften und auch der Königshof davon betroffen schien, setzte Ludwig XIV. selbst eine Sonderkommission, „die glühende Kammer“ (Chambre ardente), zur Aufklärung ein. Eine der Spuren führte schließlich an den Stadtrand von Paris zum Haus von Catherine Monvoisin, auf deren Grundstück die vergrabenen Überreste von mehreren tausend abgetriebenen, tot- oder frühgeborenen Kindern entdeckt wurden. Am 22. Februar 1680 fand auf der Place de Grève in Paris ihre öffentliche Hinrichtung statt. Bis zuletzt hatte Catherine Monvoisin den Vorwurf der Hexerei zurückgewiesen.





