Wenzels Geheiß zum Stillschweigen über die äußeren Umstände der grausamen Tat führte schnell zur Legendenbildung. Nepomuk war der Beichtvater von Wenzels Gemahlin Sophie von Bayern gewesen. Der König habe vergeblich versucht, Nepomuk über Sophie auszufragen. Dessen standhaftes Eintreten für das Beichtgeheimnis sei das Motiv für seine Ermordung gewesen. Im Zug des wachsenden Kultes um den im Prager Veitsdom beigesetzten Nepomuk erfolgte im Jahr 1729 die Heiligsprechung. Als „Märtyrer des Beichtgeheimnisses“ und Schutzpatron von Böhmen wird er bis heute verehrt.





