Tausende junge Mütter wurden in den Jahren 1978/79 in verschiedenen ostdeutschen Krankenhäusern bei einer medizinischen Vorsorge unwissentlich mit dem gefährlichen Hepatitis-C-Virus infiziert. Wie man heute weiß, hatte für die Verantwortlichen neben der Eindämmung der Infektion auch deren Vertuschung höchste Priorität. Die betroffenen Frauen wurden daher monatelang isoliert und verpflichtet, Stillschweigen zu bewahren. Viele der Opfer erlitten schwere und nachhaltige gesundheitliche Schäden, andere starben sogar daran. Bis heute ist wenig über den Fall, die Betroffenen und die Umstände bekannt.
Die Filmemacherinnen Ariane Riecker und Anne Mesecke liefern mit ihrem Beitrag „Nur eine Spritze. Der größte Medizinskandal der DDR“ eine detaillierte Rekonstruktion der Ereignisse. Beteiligte Wissenschaftler, ermittelnde Kriminalpolizisten und nicht zuletzt auch Betroffene des Skandals kommen zu Wort und bringen Licht ins Dunkel dieser bisher wenig beachteten Geschichte.





