Die Französische Revolution von 1789 sprengte die politische Ordnung und ließ das gesellschaftliche Gefüge in Europa erbeben. Fraglos war dies der gewaltigste, keineswegs jedoch der einzige Umbruch: Weniger blutig, aber genauso grundstürzend wirkte sich die Industrielle Revolution aus. Die Dynamik dieser historischen Ereignisse wurde zudem durch zahllose revolutionär gesinnte Schriften intensiviert: Literatur und Philosophie thematisierten in vielfachen Varianten das kraftvolle Aufbegehren gegen eine bislang gültige Ordnung und beschworen die Tatkraft des einzelnen Menschen.
Hinter allen diesen neuen Strömungen steht die Forderung Immanuel Kants (1724–1804), den eigenen Verstand und die eigene Urteilskraft ohne die Bevormundung eines anderen zu gebrauchen, gefolgt von der radikalen Idee des Ichs als „absolutes Subjekt“ bei Johann Gottlieb Fichte (1762–1814).





