Die Veranstaltung geht der Person und dem Wirken des Pandurenführers im Dienst der Kaiserin Maria Theresia nach. Der Münchner Historiker Prof. Dr. Dr. Peter Claus Hartmann spricht zum Österreichischen Erbfolgekrieg, der Waldmünchner Trenck-Spezialist und Sammler Karlheinz Schröpfer geht auf die Person Trenck näher ein.
Trenck wurde 1711 in Unteritalien geboren. Kaiser Karl VI. hatte im Jahr 1713 die „Pragmatische Sanktion“ erlassen, die Maria Theresia die Thronfolge eröffnete. Der bayerische Kurfürst Karl Albrecht, der als Sohn einer österreichischen Kaisertochter selbst Anspruch auf den Habsburger-Thron erhob, wagte deshalb den Krieg gegen Maria Theresia. Beim Ausbruch des Österreichischen Erbfolgekriegs 1740 erhielt Trenck als kaiserlicher Offizier von Maria Theresia die Erlaubnis, eine Truppe von 1.000 Mann, gegen Bayern anzuführen. Seine wilden Panduren (mit Langwaffen, Krummsäbeln, Messern, Pistolen und Pulverflaschen bewaffnete Leibdiener der Edelleute) fielen durch Wagemut und Grausamkeit auf. Bis zum Kriegsende im Jahr 1745 kämpfte Trenck mit seiner Truppe in Oberösterreich, Bayern und Böhmen.
1742 und 1744 zog Trenck an der Grenzstadt Waldmünchen vorbei. Im Gegensatz zur Stadt Cham verschonte Trenck Waldmünchen. Deshalb findet dort seit über 60 Jahren im Juli und August das historische Freilichtfestspiel „Trenck der Pandur vor Waldmünchen“ statt. Über das Schauspiel ist die Stadt eng mit der historischen Figur verbunden. 350 Waldmünchner spielen jedes Jahr am generationsübergreifenden Theater mit. Die nächste Aufführung findet am 16. Juli 2011 um 21 Uhr statt.
http://www.waldmuenchen.de http://www.trenckfestspiele.de





