Im Jahr 1708 war der schwedische König Karl XII. auf dem Höhepunkt seiner Macht: Er hatte Dänemark und Sachsen bezwungen, riesige Teile Polens erobert und das Russland Peters I. in mehreren Schlachten geschlagen. Die schwedische Vorherrschaft im Ostseeraum war nicht mehr bedroht, sondern befand sich ganz im Gegenteil auf dem Scheitelpunkt ihrer räumlichen Ausdehnung.
Noch aber wollte Karl XII. nicht nach Stockholm zurückkehren. Seine Hauptstadt, die er in den letzten acht Jahren des Konflikts nicht betreten hatte, musste weiter ohne ihn auskommen: Erst wollte der schwedische König Peter I. zu einer Kapitulation zwingen und sich mit dessen Eingeständnis einer Niederlage zum uneingeschränkten Sieger aufschwingen.





