Die Sprachverordnung hatte der österreichische Ministerpräsident Eduard Graf Taaffe mit neuen Mehrheiten im Parlament durchsetzen können. Seit dem österreichisch-ungarischen Ausgleich und der Schaffung einer kaiserlich-königlichen Doppelmonarchie mit föderaler Struktur 1867 war auch die tschechische Nationalbewegung erstarkt. Sie forderte politische, soziale und kulturelle Gleichberechtigung in Böhmen und Mähren, wo fast fünf Millionen Tschechen und 2,5 Millionen Deutsche zusammenlebten.





