Es war kein Zufall, dass um 1600 die Himmelsscheibe vergraben wurde, denn damals fand eine soziale Umwälzung statt: Neue archäologische Funde zeigen, dass die mächtigen „Fürsten“ der Frühzeit durch eine neue Führungsschicht abgelöst wurden. Die Schau präsentiert mit den reichen Beigaben der „Fürstengräber“ von Leubingen und Helmsdorf sowie den Hortfunden von Dieskau zunächst die Lebenswelt der „alten“ Oberschicht. Der umfangreiche Hortfund aus dem bayerischen Aschering belegt den weiträumigen Handel mit Metallprodukten, der die Quelle des Reichtums war. Um 1600 v. Chr. scheint der Metallhandel zusammengebrochen zu sein; die alte Elite wurde durch einen „Schwertadel“ ersetzt, der das neue Statussymbol Schwert als Grabbeigabe mit ins Jenseits nahm.





