Die Große Synagoge von Vilnius (früher Wilna) wurde im 17. Jahrhundert erbaut. Das fünfstöckige, von einem großen Kreuzgewölbe überwölbte Bauwerk bildete das Zentrum eines ganzen Komplexes aus weiteren Synagogen, rituellen Bädern, Toraschulen und sonstigen Stätten jüdischer Gelehrsamkeit und Religion. Für die rund 56.000 Jüdinnen und Juden, die bis zur Besetzung durch die Nationalsozialisten in Vilnius lebten, war sie ein bedeutendes Zentrum der Torastudien und des Gebets. In einem Vorbau der Synagoge lag eine Bibliothek mit 35.000 Büchern, viele davon Werke berühmter osteuropäischer Rabbiner und Toragelehrter.





