Historikerinnen und Historiker blicken heute weit weniger kontrovers auf die DDR-Geschichte als in früheren Zeiten. Die Enthüllungen über die Allgegenwart der Staatssicherheit, über politische Haft und Mauertote sind kein Gegensatz mehr zu den Bildern des Aufbruchs nach dem Nationalsozialismus, aber auch des zurückgezogenen Lebens in den „Nischen“ (Günter Gaus). Typisch im historischen Urteil sind heute Begriffe wie „Fürsorgediktatur“, wie der Deutsch-Amerikaner Konrad Jarausch formuliert, oder auch die „heile Welt der Diktatur“, so der ostdeutsche Historiker Stefan Wolle.





