Die Venus vom Hohlen Fels ist eine etwa sechs Zentimeter hohe, aus Mammut-Elfenbein geschnitzte Figurine von 33,3 Gramm, die im September 2008 bei Ausgrabungen in der Karsthöhle Hohler Fels am Südfuß der Schwäbischen Alb bei Schelklingen entdeckt wurde. Sie besitzt keinen Kopf, stattdessen eine Art Öse über den Schultern, die die Vermutung nahe legt, dass die Figur als Anhänger getragen wurde – hierauf deuten auch entsprechende Polituren in der Öse hin.
Der Titel der Ausstellung nimmt die Diskussion um die Funktion der Venus wieder auf: War die Venus ein „prähistorisches Pin-Up-Girl“, da ihre figürlichen Merkmale nach Maßstäben des 21. Jahrhunderts an Pornographie grenzen würden? Oder ist sie doch traditionell als „Fruchtbarkeitssymbol“ zu bewerten, das als Talisman beschützen sollte?
Auch das Rahmenprogramm greift diese beiden Sichtweisen wieder auf und betrachtet zum Beispiel am 25. Mai die Venusfiguren sowie am 26. Mai die Phallusdarstellungen und spürt in einem archäologischen Gespräch mit der Museumskuratorin Dr. Stefanie Kölbl am 29. Mai 2010 den großen Paaren der Eiszeitkunst nach.





