2600 Kilometer zwischen dem Missouri River und der kalifornischen Küste waren zu überwinden. Möglich wurde alles durch die Arbeitskraft der Bautrupps aus Bürgerkriegsveteranen, Indianern, Iren, Deutschen und Chinesen, die zu Billiglöhnen das schwere Baumate‧rial über schneebedeckte Gebirge und durch Wüsten verlegten. Nicht wenige Eisenbahnarbeiter ließen ihr Leben.
Sehr einträglich war das Geschäft für die beteiligten Eisenbahngesellschaften. Der Staat bezuschusste den Bau mit Zahlungen zwischen 10.000 und 20.000 Dollar je Kilometer, dazu kamen großzügige Landschenkungen entlang den Gleisen, an deren Knotenpunkten alsbald wirtschaftliche Zentren entstanden. Doch gewinnbringend war das Schienennetz nicht nur für die Wirtschaft. Schon bald kam eine Bestechungsaffäre im Zusammenhang mit dem Eisenbahnbau ans Tageslicht, die politische Kreise zog. Der Skandal traf auch den damaligen Vizepräsidenten Shuyler Coalfax, was ihn sein Amt und seine politische Zukunft kostete.





