Im Frühjahr 401 v. Chr. zog das Söldnerheer los, am 3. September kam es bei Kunaxa nördlich von Babylon zur Schlacht. Der Großkönig wurde mit seinem zahlenmäßig weit überlegenen Heer zwar besiegt – aber Kyros kam dabei ums Leben. Sein Aufstand war gescheitert. Ohne Anführer und Aufgabe, mitten in Feindesland, drohten die Griechen zu verzweifeln, bis der rhetorisch begabte Xenophon ihnen neuen Mut einflößte und zu einem ihrer Anführer gewählt wurde. Unter extremen Strapazen kämpften sich die Söldner Richtung Norden, zu den griechischen Siedlungen am Schwarzen Meer.
Dieser entbehrungsreiche Marsch, den Xenophon in seiner „Anabasis“ beschreibt, sollte als „Zug der Zehntausend“ bekannt werden. Auf einer Hügelkuppe, beim Anblick des ersehnten Meeres, riefen die Griechen frenetisch „Thalatta, thalatta!“ („Das Meer, das Meer!“).





