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Der Zug der Zehntausend
Zeitpunkte · 404 v.Chr.

Der Zug der Zehntausend

Nach dem Tod des persischen Großkönigs Dareios II. im Jahr 404 v. Chr. folgte ihm sein älterer Sohn Artaxerxes auf den Thron. Dessen ehrgeiziger Bruder Kyros scheiterte mit einem Attentatsversuch und ließ sich daraufhin Kleinasien zur Verwaltung zuweisen. Weit weg von der Hauptstadt plante der Prinz erneut einen Umsturz und warb in Griechenland gut 10 000 schwerbewaffnete Hopliten als Söldner an, darunter auch einen Sokrates-Schüler namens Xenophon. Der junge Athener sollte in der Folge nicht nur als Offizier kämpfen, sondern das Geschehen auch literarisch verewigen.
Autor
DAMALS-Redaktion
08. September 2025
Lesezeit
1 Minute
Rubrik
Zeitpunkte

Im Frühjahr 401 v. Chr. zog das Söldnerheer los, am 3. September kam es bei Kunaxa nördlich von Babylon zur Schlacht. Der Großkönig wurde mit seinem zahlenmäßig weit überlegenen Heer zwar besiegt – aber Kyros kam dabei ums Leben. Sein Aufstand war gescheitert. Ohne Anführer und Aufgabe, mitten in Feindesland, drohten die Griechen zu verzweifeln, bis der rhetorisch begabte Xenophon ihnen neuen Mut einflößte und zu einem ihrer Anführer gewählt wurde. Unter extremen Strapazen kämpften sich die Söldner Richtung Norden, zu den griechischen Siedlungen am Schwarzen Meer.

Dieser entbehrungsreiche Marsch, den Xenophon in seiner „Anabasis“ beschreibt, sollte als „Zug der Zehntausend“ bekannt werden. Auf einer Hügelkuppe, beim Anblick des ersehnten Meeres, riefen die Griechen frenetisch „Thalatta, thalatta!“ („Das Meer, das Meer!“).

MeerSöldnerXenophon

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