Bislang hatten die persischen Herrscher von den Zwistigkeiten in Hellas profitiert und diese mit Bestechungsgeldern nach Kräften gefördert. Nun aber richtete König Philipp II. die vereinte Macht der Griechen gen Osten und schickte ein 10 000 Mann starkes Heer nach Anatolien, um die dortigen griechischen Städte zu „befreien“. Wirklich gerechnet hatte das asiatische Weltreich wohl nicht mit einem Angriff, und Philipps Pläne beschränkten sich vermutlich auch weitgehend darauf, die Hellenen zu einen und ihre Energie nach außen abzulenken.
Im Frühjahr 336 v. Chr. liefen die Vorbereitungen für den Feldzug auf Hochtouren und kamen erst zu einem jähen Ende, als Philipp im Sommer ermordet wurde. Wer hinter dem Attentat stand, ist bis heute ungeklärt, möglicherweise war auch der persische Großkönig Dareios III. darin verwickelt. Doch falls dieser sich so eines lästigen Gegners entledigen wollte, hatte er sich verrechnet. Denn Philipps Sohn Alexander sollte den Kriegszug mit ungeahnter Vehemenz durchführen und das persische Großreich vollständig unterwerfen.





