Dennoch begehrten Spartas ehemalige Verbündete im Peloponnesischen Krieg zu Beginn des 4. Jahrhunderts v. Chr. auf und verbündeten sich gegen das führende Gemeinwesen. An der Spitze des Bündnisses stand die Stadt Theben. Im Jahr 371 v. Chr. rückte der spartanische König Kleombrotos mit 11 000 Kriegern in einem Gewaltmarsch gegen Theben vor. Wollten die Thebaner ihre Alliierten nicht verlieren, durften sie sich keine Blöße geben. Und so stellte sich Thebens Feldherr Epaminondas mit nur 7000 Mann dem Gegner in der nahe gelegenen Ebene bei Leuktra. Wie üblich formierten sich die Heere in einer langen Reihe, Phalanx genannt. Dabei fiel die Entscheidung meist am rechten Flügel.
Epaminondas hatte jedoch die geniale Eingebung, seinen linken Flügel massiv zu verstärken und vorzuschieben. Damit rollten die Thebaner die gegnerische Formation von der linken Seite her auf und schlugen die überraschten Spartaner in die Flucht. Diese „Schiefe Schlachtordnung“ sollte von zahlreichen Feldherren bis in die Moderne eingesetzt werden.





