Neben so berühmten Künstlern wie William Turner, Pierre-Auguste Renoir und Claude Monet widmet sich eins der elf Kapitel beispielsweise auch dem schwedischen Maler und Bildhauer Anders Zorn, der für die Anziehungskraft steht, die das Venedig von 1900 auf gemäßigt avantgardistische Künstler hatte. Anhand der aufgeführten Meisterwerke schildern die einzelnen Autoren ansprechend die oftmals wechselvolle Beziehung der Künstler zu der Stadt Venedig, aber auch zu ihrem Mythos. So weigerte sich Monet lange Zeit aufgrund der „bildkünstlerischen Trivialisierung Venedigs“ dorthin zu reisen und fand es, als er schließlich dort war, „zu schön, um gemalt zu werden“. Die hochwertigen Abbildungen der Ausstellungsgemälde schließen sich an das jeweilige Kapitel an und werden durch briefmarkengroße Reproduktionen weiterer Werke und zeitgenössischer Fotografien neben dem Fließtext ergänzt, die durch ihre Größe allerdings vielfach ihren illustrierenden Zweck verfehlen.
Rezension: Britta Weidner





