Und so wurde zwischen 1961 und 1970 die Gesamtlänge des außerörtlichen Straßennetzes um 25000 Kilometer ausgebaut. Für viele Bundesbürger war dies ebenfalls ein Anreiz, sich ein eigenes Auto zu kaufen. Die Anzahl der Personen- und Lastkraftwagen auf den Autobahnen multiplizierte sich auf beängstigende Weise, der Schienenverkehr geriet ins Hintertreffen. Ein Ende dieser Entwicklung schien nicht in Sicht. Langsam wuchs auch das Bewusstsein über die Kosten einer solchen Massenmotorisierung, von der steigenden Anzahl der Verkehrstoten bis hin zu Umweltschutz-Problemen.
Vor allem aber sah der Verkehrsminister sein Credo eines ungehinderten PKW-Individualverkehrs gefährdet, und so verfügte er: Der LKW-Verkehr auf den deutschen Autobahnen muss eingedämmt und der Gütertransport auf die Schienen verlegt werden. Am 27. Juni 1969, pünktlich zu Beginn der Sommerferien, rollten keine Brummis auf den deutschen Autobahnen. Erstmals galt in der Bundesrepublik ein Wochenendfahrverbot für LKW, um die Autobahnen zugunsten des Ferienverkehrs zu entlasten.





