Unter den Dokumenten finden sich Briefe des NS-Verlegers Amon Göth, der als späterer Lagerkommandant von Ausschwitz zu den berüchtigtsten Personen der nationalsozialistischen Vernichtungspolitik zählt. Insgesamt erhofft sich die Forschung, mehr über Strukturen und Mechanismen der Buchhandlungsbranche in Österreich in den Jahren 1938 bis 1945 zu erfahren: Wie hoch war eigentlich der Anteil der als jüdisch bzw. „arisch“ klassifizierten Buchhandlungen? Warum konnte der Blut-und-Boden-Dichter Walther Wamandas Eidlitz seine Werke nicht an den Verleger bringen, obwohl der gebürtige Jude eine Sonderverfügung von Joseph Goebbels besaß? Diese und andere Fragen werden wohl anhand der jetzt erworbenen Bestände geklärt werden können.
Die katalogisierten Neuerwerbungen sind abrufbar im Online-Katalog HANNA der Österreichischen Nationalbibliothek: http://aleph.onb.ac.at/F/?func=find-b&find_code=IDN&request=AL00159238&local_base=ONB06&adjacent=N





