2000 Jahre später, 2016, stießen Archäologen auf dem Oberesch auf einen sensationellen Fund: Sie förderten acht gut erhaltene Goldmünzen (siehe Bild rechts) zutage, die das Porträt von Augustus, dem ersten römischen Kaiser, zeigen. Weil römische Goldmünzen nördlich der Alpen eher selten entdeckt werden, werten Experten den Fund als „außerordentlichen Glücksfall“. 2017 schlug das Metallsuchgerät erneut an: Diesmal gab der Boden einen Hortfund von 220 Silbermünzen frei. Die Münzen stammen überwiegend aus der Regierungszeit von Augustus (27 v. Chr.–14 n. Chr.).
Der Raum Kalkriese zählt zu den größten Münzfundstätten in Deutschland. Die umfangreiche Sammlung aus Gold-, Silber- und Kupfermünzen ist im Museum und Park Kalkriese ausgestellt. Aus der relativ konzentrierten Streuung der Fundorte schließen Altertumsforscher, dass hier ein militärisches Großereignis, höchstwahrscheinlich die Varusschlacht, stattgefunden hat.





