Die römische Gesellschaft zeichnete sich durch eine sehr ausgeprägte Hierarchie aus. Alles hatte seinen festen Platz: arm und reich, oben und unten. Doch einmal im Jahr kehrten sich die Herrschafts- und Besitzverhältnisse um: Während der Saturnalien im Dezember wurden Sklaven zu Herren.
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Gefeiert wurde das fröhlichste und ausgelassenste Fest der römischen Antike am 17. Dezember. Da fanden die religiösen Feiern statt, doch im privaten Bereich wurden die Feierlichkeiten meist noch um mehrere Tage verlängert. Es wurde gelacht, getanzt, gesungen, geschmaust und – vor allem – getrunken.
Der Griechisch schreibende, im 2. Jahrhundert n. Chr. lebende Satiriker Lukian lässt Kronos, das hellenische Pendant zu Saturn, höchstpersönlich vom Himmel herabsteigen und seinem Priester über das Wesen der Saturnalien dozieren: „Während meiner Woche ist Ernsthaftigkeit verboten. Geschäfte sind nicht erlaubt. Trinken und Saufen, Lärm und Zeitvertreib und Würfelspiele, die Ernennung von Königen und das Feiern von Sklaven, splitternackt Singen, das Klatschen zitternder Hände, das gelegentliche Eintauchen verkorkter Gesichter in eiskaltes Wasser – das sind die Aufgaben, denen ich vorstehe.“
Zeus – die griechische Version von Jupiter – dagegen sei für die ernsten, wichtigen Dinge im Leben zuständig. Kronos’ Herrschaft sei nach einer Woche wieder zu Ende. Während dieser tollen Tage jedoch stehe die Welt buchstäblich Kopf. Kronos war der Anführer der Titanen, der Göttergeneration, die vor Zeus auf dem Olymp geherrscht hatte. Ihm war geweissagt worden, er werde einst von einem seiner Nachkommen entmachtet. Deshalb fraß er jedes seiner Kinder, darunter Hera und Poseidon, direkt nach der Geburt auf.
Nur bei dem Jüngsten, Zeus, ließ seine Frau Rhea ihn stattdessen einen Stein schlucken. Zeus wurde groß, und das Unvermeidliche geschah: Er stürzte seinen Vater vom Thron. Dann verbannte er ihn in die Elysischen Gefilde, einen angenehmen Ort am Ende der Welt. An dieser Stelle weicht der römische Saturn-Mythos vom griechischen Vorbild ab. Die Römer erzählten sich, Saturn sei nach seiner Entmachtung nach Latium gekommen und habe dort den frühen Römern den Ackerbau beigebracht.
Der Blick von Römern und Griechen auf die Geschichte: Früher war alles besser
Aber ob Kronos oder Saturn: Stets wurde der oberste Chef der Titanen als Garant eines goldenen Zeitalters verehrt, das mit Zeus-Jupiter aus und vorbei war. Griechen und Römer stellten sich Geschichte – ganz anders als wir heute – als permanenten Abstieg vor. Früher war alles besser. Statt Fortschritt gab es allenthalben nur Dekadenz.
Bei Lukian beschreibt Kronos seine Herrschaft als eine Art Schlaraffenland: eine Zeit, „in der alles wuchs, ohne dass sie säen oder pflügen mussten – keine Ähren, sondern fertige Brote und fertig gekochtes Fleisch –, als der Wein in Strömen floss und es Quellen aus Milch und Honig gab; alle Menschen waren gut und alle Menschen waren aus Gold.“
An diese Zeit solle man sich anlässlich der Saturnalien erinnern. „Als ich König war, gab es keine Sklaverei.“ Der spätantike Autor Macrobius bestätigt: „[Saturns] Herrschaft soll die glücklichste Zeit gewesen sein – sowohl wegen des Überflusses an Gütern als auch, weil es damals noch keinen Unterschied zwischen Sklave und Freiem gab.“ Deshalb werde während der Saturnalien den Sklaven völlige Freiheit gewährt.
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Der Ursprung des Festes lag allerdings schon für die Römer völlig im Dunkeln. Seine Anfänge müssen sich an Saturns Rolle als Lehrmeister des Ackerbaus geknüpft haben, denn die Feiern im Dezember waren anfangs vor allem ein Erntedankfest. Später glaubte man, das Fest sei zugleich mit der Weihung des Saturn-Tempels auf dem Forum Romanum entstanden. Über den Zeitpunkt gingen die Meinungen auseinander: Einige Autoren verlegten die Stiftung des Tempels noch in die späte Königszeit, andere schon in die Republik. Über die Riten dieser frühen Saturnalienfeier ist nichts bekannt.
Viel später, zu Anfang des Zweiten Punischen Krieges (218–201 v. Chr.), erhielt das Fest ein ganz neues, jetzt griechisches Gepräge. Mittelpunkt der Zeremonie wurde nun ein üppiges Kultmahl vor dem Saturn-Tempel, zu dem auch die Götter eingeladen wurden. Man bettete die Kultbilder auf Liegen und bewirtete sie. In Rom wurde dieser Ritus als lectisternium bezeichnet und war weit verbreitet. Spätestens zu dieser Zeit wurden die öffentlichen Feiern im privaten Raum durch weitere Bankette und fröhliches Beisammensein erweitert. Nach dem Ende des Kultmahls erscholl der Ruf „io Saturnalia“. Am Festtag ruhten die meisten Aktivitäten: Schulen und Geschäfte blieben geschlossen, man verzichtete auf körperliche Betätigung in der palaestra. Nicht verzichten konnten Römer auf ihr Bad, das aber genossen sie in aller Frühe, um möglichst wenig von dem Festtag zu verpassen.
Den Vorsitz über die Feier hat ein per Los bestimmter „König“ inne
Auch die privaten Bankette waren eine Anleihe bei den Griechen. Tief in die hellenische Kultur eingebrannt waren die Symposien, zu denen sich die Herren der Oberschicht versammelten, um zu trinken und geistreiche Gespräche zu führen. Die Konversation folgte einem Ritual und unterstand einem Symposionsleiter, symposíarchos. Die Römer nannten ihn etwas derber rex bibendi: Saufkönig.
Der Saturnalienkönig wurde häufig durch das Los bestimmt und hatte „Gesetze“ für die Feier zu erlassen. Lukian parodiert in seiner Satire „Kronosolon“ – eine Anspielung auf den athenischen Gesetzgeber Solon – diese Rolle und präsentiert uns eine Auswahl verrückter Saturnaliengesetze. Paragraph 1: Alle Geschäfte ruhen, außer denen, die dem Spaß dienen. Paragraph 2: „Alle Menschen sind gleich, Sklaven und Freie, Reiche und Arme, einer wie der andere.“ Paragraph 3: „Wut, Groll und Drohungen sind gesetzwidrig.“ Außerdem soll niemand für irgendetwas zur Rechenschaft gezogen werden, sein Geld zählen, Inventur machen oder Sport treiben. In diesem Ton geht es weiter.
„Diese Gesetze soll jeder reiche Mann auf eine bronzene Säule gravieren, sie in der Mitte seines Atriums aufstellen und dort vorlesen“, verlangt Lukian. Solange diese Säule stehe, komme kein Unglück über das Haus. „Aber wenn sie entfernt wird – was die Götter verhüten mögen! –, dann wird das Böse das Schicksal dieses Hauses sein.“
Zumindest in einem Fall wurden die Spaßgesetze tatsächlich in Bronze graviert. Im norditalienischen Vercelli fand man im 19. Jahrhundert eine Tafel mit Inschrift, laut der ein gewisser Tappo im Auftrag von Marcus Multivorus („Vielfraß“), Publius Properocius („Sausewind“) und Mero („Trunkenbold“) ein Gesetz in die Volksversammlung eingebracht haben soll, demzufolge am elften Tag vor den Kalenden des Dezember (am 20. November) zur elften Stunde Brot vor dem Herkules-Tempel verteilt werden soll. Dass wir uns hier im Reich der Parodie befinden, zeigen schon die Spottnamen und die Datierung. Womöglich handelte es sich um ein Saturnaliengesetz.
Üblicherweise wurden an den Saturnalien Geschenke ausgetauscht. Reiche sollten aber nicht ihresgleichen beschenken, sondern diejenigen, die weniger hatten. Die Geschenke wurden per Boten überbracht und waren mit Geschenkkärtchen versehen, auf denen Texte oder Sinnsprüche standen. Die Botschaften sollten einfach und kurz sein. Angeberei galt als unschicklich.
Der Satiriker Martial notierte einige dieser hintersinnigen Sprüche. Zu einer Toga schreibt er: „Zu Herren der Welt und zum Volk der Toga / macht die Römer der, der dem großen Vater die Sterne gab.“ Gemeint ist Jupiter, der „große Vater“ ist Saturn.
Immer wieder gern verschenkt wurden auch Lebensmittel. Auf dem Beipackzettel zu ein paar Gänsen stand: „Dieser Vogel bewahrte den Tempel des donnernden Jupiter auf dem Kapitol. Staunst du? Der Gott selbst hatte es noch nicht geschafft.“ Hier spielt Martial auf die kapitolinischen Gänse an, die Roms Burg vor dem Fall bewahrten, nachdem einfallende Gallier das römische Heer (wohl 387 v. Chr.) geschlagen hatten. Die Gänse schnatterten, als der Feind den Hügel hinaufkletterte – und weckten so, gerade noch rechtzeitig, die Wachen. So retteten sie Rom, was Jupiter nicht vermocht hatte.
Die Sitzordnung bei Tisch sollte nicht – wie sonst üblich – die sozialen Hierarchien spiegeln, sondern bunt zusammengewürfelt sein. Lukian: „Jeder Mensch soll seinen Platz einnehmen, wie es der Zufall will; Würden, Geburt und Reichtum sollen keinen Vorrang haben.“
Sklaven und Herren vertauschten während der Feierlichkeiten sogar die Rollen: „Denn bei diesem Fest“, schreibt Macrobius, „werden in Häusern, die sich an die religiösen Bräuche halten, zuerst die Sklaven mit einem Abendessen geehrt, das wie für den Herrn zubereitet wird; erst danach wird der Tisch für das Oberhaupt des Hauses gedeckt.“ Erst dann habe der Chefsklave die Herren an den Tisch gerufen.
Beim Würfelspiel mischt auch der Kaiser mit
Glücksspiel und ausgiebiges Zechen waren feste Bestandteile des Rituals. Der ältere Cato, im 2. Jahrhundert v. Chr. lebender konservativer Aristokrat und Verfasser eines Handbuchs über den Landbau, teilte seinen Sklaven anlässlich der Saturnalien eine Extraration Wein aus. Das will etwas heißen! Er sei nüchtern von den Saturnalien geflüchtet, hält der Dichter Horaz einem Freund vor. Man musste schon ziemlich miesepetrig sein, um über die Festtage trocken zu bleiben. Lärmende Fröhlichkeit war fester Bestandteil der Saturnalien.
Im lieblichen Dezember sei von überall her das Klappern der Würfel zu hören, dichtet Martial. Oft spielte man lediglich um Nüsse, doch manch vornehmer Senator, der sonst nicht
im Traum an Glücksspiel dachte, verlor an den Saturnalien mehr, als er in einem ganzen Jahr einnahm.
Selbst Augustus blieb vom Würfelpech nicht verschont. An seinen Stiefsohn Tiberius schrieb er: „Wir spielten den ganzen Tag lang und hielten das Spielbrett warm.“ Drusus, Tiberius’ Bruder, habe sich lautstark über sein Pech beklagt, doch Augustus selbst habe die Verluste mit Fassung getragen: „Ich für meinen Teil habe 20 000 Sesterzen verloren, aber das lag daran, dass ich wie üblich übermäßig großzügig gespielt habe.“ Pech im Spiel, Glück in der Politik, dachte sich Roms erster Kaiser. Sein Biograph Sueton weiß allerdings auch zu berichten, dass der Staatsmann längst nicht nur an den Saturnalien die Würfel fliegen ließ.
Zur Lockerheit des Anlasses gehörte entsprechende Kleidung. Auf dem Kopf trugen die Feiernden den pileus, eine Zipfelmütze, die eigentlich die Sklaven am Tag ihrer Freilassung aufhatten. Auch hier schwingt wieder der Gedanke mit, dass die Saturnalien an eine glückliche Vergangenheit erinnern, die weder die immense soziale Kluft zwischen Arm und Reich noch Unfreiheit kannte.
Statt der Toga, dem kompliziert anzulegenden Wickelgewand der vornehmen Männer, zog man die cenatoria an oder, wie sie in vornehmem Griechisch hieß, die synthesis. Es handelte sich um ein lockeres Gewand aus einem Stück, das von Männern wie Frauen gleichermaßen getragen wurde. Die cenatoria, so locker ihre Träger daherkamen, konnte sehr wohl aus feinem Zwirn sein: gern aus Seide und in bunten Farben gehalten. Der Punkt ist, dass sie beim Dinieren bequemer war als die steife Toga. Deshalb war sie an den Saturnalien so populär. Nero trug zu allen möglichen Gelegenheiten cenatoria – und machte damit eine denkbar unglückliche Figur. Wer weiß? Vielleicht trug der Fehlgriff im Kleiderschrank sogar zu Neros Sturz 68 n. Chr. bei.
Die Saturnalien machten nicht einmal vor den Toren des Kaiserpalastes halt. Nero feierte fleißig mit. Er wurde – natürlich – Saturnalienkönig und befahl in dieser Funktion den Feiernden, alle möglichen drolligen, aber meist harmlosen Dinge zu tun. Nur für seinen Stiefbruder Britannicus, den er hasste, hatte er sich eine Demütigung einfallen lassen. Der Junge sollte aufstehen und vor versammelter Mannschaft ein Lied singen. Gesellschaftlich unerfahren, wie Britannicus war, würde er sich im Kreis der schon Angetrunkenen zum Gespött machen, hatte Nero sich gedacht. Doch es kam anders. Statt sich lächerlich zu machen, trug Britannicus ernsthaft vor, wie er von Nero im Kampf um die Nachfolge ausgebootet worden war. Statt Gespött erntete er für die Darbietung Mitleid, Nero stand als der Blamierte da.
Manchmal wird aus Spaß blutiger Ernst
Zum grausamen Ernst wurden die tollen Tage auch für einen Soldaten, der Anfang des 4. Jahrhunderts n. Chr. an der unteren Donau stationiert war. Er war Christ und geriet in die Wirren der Christenverfolgung, die Diokletian und seine Mitkaiser 303 n. Chr. reichsweit befohlen hatten. Dasius, so hieß der Soldat, wurde von seinen Kameraden zum Saturnalienkönig erklärt. Sie hatten den Plan gefasst, Dasius einen Monat lang einen Königsmantel tragen und in allen möglichen Genüssen schwelgen zu lassen. Dann, am eigentlichen Festtag, sollte er am Saturn-Altar geopfert werden. Doch der standhafte Dasius machte ihnen einen Strich durch die Rechnung. Er weigerte sich und wurde bereits am 20. November auf Befehl des Legionsoberkommandierenden hingerichtet.
Von den Christen abgesehen, feierten fast alle Römer mit Begeisterung mit. Doch es gab auch echte Saturnalienmuffel. In einem Brief beschreibt Plinius d. J. seinem Freund Gallus die Villa, die er sich in Laurentum 17 Meilen vor Rom hatte errichten lassen. Sie liege in schöner Umgebung und sei auch architektonisch reizvoll. Der Clou aber sei, dass sie über eine Einliegerwohnung mit eigenem Bad und Vorraum verfüge. In das Zimmer scheine die Morgensonne. Wenn er sich in diese Räume zurückziehe, schreibt Plinius, dann fühle er sich nicht nur der geschäftigen Hauptstadt, sondern sogar der Villa fern. „Besonders zur Zeit der Saturnalien genieße ich das, wenn der Rest des Hauses vom Lärm des Festes widerhallt, während ich hier ungestört arbeiten kann und meine Leute ungestört spielen.“
Ursprünglich wurden die Saturnalien nur in der Stadt Rom gefeiert, doch bald erfreuten sie sich auch in den Provinzen und vor allem unter den Soldaten großer Beliebtheit. Selbst in die griechische Welt, die sich sonst recht wenig um das scherte, was im Westen geschah, strahlte das Fest zurück.
Die Christen lehnten die Saturnalien wie alle polytheistischen Feiern ab, allerdings erschien ihnen das ausgelassene Fest wohl als besonders anstößig. Christliche Autoren berichten bemerkenswert wenig über die Feiern. Als das Imperium im 4. Jahrhundert christlich wurde, nahm das Neujahrsfest, Kalendae Ianuariae, an Bedeutung stark zu und machte den Saturnalien Konkurrenz. Dennoch wurde am 17. Dezember weiter gefeiert. In einem Festtagskalender aus dem 5. Jahrhundert trägt das Fest den Namen „Sklavenfest“, festa servorum, auch als Brumalia war es bekannt, nach der Wintersonnenwende (bruma). Es erfreute sich in Konstantinopel großer Beliebtheit, wo es auch am Hof ausgiebig gefeiert wurde.
Vermutlich blieb das Erbe der Saturnalien in diversen christlichen Festen lebendig. Kalendarisch benachbart liegt das Weihnachtsfest, dessen Tradition sich sicher auch aus polytheistischem Brauchtum speiste – vermittelt über die Brumalia und die Kalendae Ianuariae.
Die Wurzeln des Karnevals liegen in der Antike
Schon dem Namen nach greift der heutige Karneval antike Festrituale auf. Schiffskarren, currus navales, wurden auch aus Anlass der Saturnalien auf Festprozessionen durch die Straßen gezogen. Gemeinsam ist beiden Festen die ritualisierte Aufhebung sozialer Normen. Beim Karneval verschwimmen hinter den Masken die sozialen Hierarchien und die Grenzen zwischen Volk und Elite.
Ähnlich war es bei den Saturnalien: Wenn Herren zusammen mit ihren Sklaven würfelten und tranken, wenn sie ihnen das Essen brachten statt umgekehrt, dann entstand im Jahresrhythmus ein Raum, in dem die sonst rigide Einhaltung sozialer Trennlinien außer Kraft gesetzt war.
Auch wenn Feste wie die Saturnalien und Karneval manchen Menschen – wie Plinius und dem Verfasser dieses Artikels – auf die Nerven gehen: Gesellschaften brauchen solche Ventile, um Spannungen abzubauen und Gemeinschaft auch über Trennendes hinweg am Leben zu erhalten.
„Armut, Not und Hilflosigkeit, Seufzer und Klagen und Sehnsucht nach dem, was nicht ist – das ist der Alltag des Menschen, zumindest des armen Menschen“, lässt Lukian einen Feiernden ausrufen. Und dabei gebe es Leute, die ihre Truhen voller Gold hätten, Sklaven und Landgüter ihr Eigen nennen würden und „auf feinstem Purpurstoff“ faulenzten. „Ach, Kronos, das ist der Stachel, der unerträglich schmerzt!“ Die Saturnalien nahmen dem Stachel etwas von seinem Gift – und das war entscheidend.
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