Im Vordergrund stehen die Geschicke der Indianer im 19. Jahrhundert, die Mattioli mitreißend schildert. Dabei legt er koloniale Sichtweisen der weißen Siedler, Rechtsbrüche und Gewaltexzesse ebenso bloß wie die unterschiedlichen Reaktionsweisen der betroffenen indigenen Völker, die in ihren Interessen und Motiven durchaus heterogen waren. Das Spektrum reichte von Entgegenkommen bis zu bewaffnetem Widerstand, wie ihn etwa die Seminolen in Florida versuchten. Am Ende blieben in Reservate Eingepferchte, Entwurzelte zurück, denen man ihre Kinder entriss, um sie in weißen Familien zu „amerikanisieren“.
Rezension: Dr. Heike Talkenberger





