Nur zu gut passt ins Bild des Verlierers, was unter anderem der Chronist Roger von Wendover zum Jahr 1216 berichtet: Auf dem Weg von Lincoln-shire nach Norfolk sei der König erkrankt und habe sich zur Rückkehr entschlossen. Seinen Tross, der unter anderem die Kronjuwelen transportierte, habe er am 12. Oktober am Ufer des Flusses Wash fahren lassen. Das Mündungsgebiet von vier Flüssen war aber nur bei Ebbe sicher zu passieren. Im dichten Nebel fuhren die Pferdekarren prompt zu langsam und wurden von der Flut überrascht. Viele Männer verloren ihr Leben, doch auch die „Schätze, kostbare Gefäße und all die anderen Dinge, die [dem König] besonders wichtig waren“, versanken in den Fluten. Noch im 13. Jahrhundert folgerte man daraus, es seien die Kronjuwelen selbst gewesen, die der König verloren habe: Eine populäre Legende war geboren – ob sie stimmt, wird noch immer diskutiert.





