In der Ausstellung wird erläutert, warum die Pfahlbauten Weltkulturerbe geworden sind, woraus das Erbe besteht und was diese prähistorischen Siedlungen der Jungsteinzeit und der Bronzezeit so einzigartig und schützenswert macht. Über einen Monitor können Besucherinnen und Besucher die Unterwasserwelt der versunkenen Pfahlbauten betrachten – ein Archiv der Menschheitsgeschichte, denn unter Luftabschluss haben sich Materialien wie Textilien, Holz und Speisereste erhalten und ermöglichen eine teilweise Rekonstruktion früher Lebensumstände. Zu den Highlights der Ausstellung gehören verblüffend gut erhaltene Stoff- und Speisereste, hoch entwickeltes Werkzeug, Kurioses und Rätselhaftes aus der Stein- und Bronzezeit von vor 3000 bis 6000 Jahren. Spannend ist beispielsweise eine kleine Figur aus dem 9. Jahrhundert v. Chr., die ein Mischwesen aus Fisch, Entenvogel und Stier darstellt. Sie stammt wahrscheinlich von einem Wagen oder einer Standarte und spiegelt in ihrer Symbolik den Übergang von der Spätbronzezeit, in der Wasservögel ein häufiges Motiv waren, in die Eisenzeit wider, aus der besonders viele Stiermotive überliefert sind.
Nach Betrachtung der Sonderausstellung lohnt sich auch ein Rundgang durch die nachgebaute Pfahlbausiedlung Unterduhldingen, die das Leben der Menschen in den Pfahlbauten erlebbar machen soll. Sowohl die Rekonstruktion eines mehr als 5000 Jahre alten Dorfes der Jungsteinzeit als auch die Werkstätten des Töpfers, des Bronzegießers, das Haus des Hirten oder des Dorfoberhauptes aus ungefähr 1000 v. Chr. können Interessierte hier besichtigen.





