Am 31. März 1492 gaben die Katholischen Könige Spaniens, Isabella I. von Kastilien und Ferdinand II. von Aragón, das Alhambra-Edikt bekannt, in dem sie die Ausweisung aller nicht-konvertierten Juden bis zum 31. Juli 1492 verfügten. Die Juden seien eine ständige Gefahr für die Christen, ein gesellschaftliches Zusammenleben zwischen Juden und Christen sei unmöglich. Zudem wurden die hohen Zinsen für christliche Schuldner bemängelt. Das Edikt gestattete den Juden, ihr Hab und Gut mitzunehmen, jedoch kein Gold oder Geld. Zwischen 130000 und 300000 Juden sollen Spanien verlassen haben. Viele wandten sich nach Portugal oder Nordafrika, andere fanden in Italien und im Kirchenstaat Aufnahme. Das Alhambra-Edikt wurde offiziell erst im späten 20. Jahrhundert außer Kraft gesetzt.





