Ins Leben gerufen wurde die internationale Protestbewegung inmitten der Kriegswirren, am 5. Februar 1916. In Zürich, auf neutralem Boden, eröffnete ein Kreis junger Künstler, darunter Hugo Ball, Emil Hennings und Hans Arp, das „Cabaret Voltaire“. In der Zürcher Spiegelgasse trafen sich Exilanten der kriegführenden Länder, um Gedichte zu rezitieren und sich zu amüsieren. Auch wenn die ersten Dadaisten antimilitaristisch eingestellt waren, so hatte ihre Kunst keine ausgesprochen politische Botschaft – außer derjenigen, der aktuellen politischen Situation keinen Respekt zu zollen. Der Absurdität des menschenverachtenden Krieges wollten die Dadaisten eine sinnentleerte, groteske und provokative Kunst entgegensetzen.
Was denn an dieser Zeit schon imponierend sei, fragte sich Hugo Ball im April 1916 in seinem Tagebuch: „Die grandiosen Schlachtfeste und kannibalischen Heldentaten? Unsere freiwillige Torheit, unsere Begeisterung für die Illusion wird sie [die Zeit] zuschanden machen.“





