Das virtuelle Münzkabinett erlaubt den Zugang zu bislang nicht-öffentlichen Magazinbeständen: Mit hochauflösenden Bildern und einer umfangreichen Dokumentation und Erschließung bedeutender Münz-, Medaillen- und Geldscheinsammlungen liefert KENOM damit einen vielfältiges Angebot für alle numismatisch Interessierten. Zahlreiche museale und wissenschaftliche Einrichtungen sind beteiligt und präsentieren ihre Schätze.
Mit ihrer umfangreichen orientalischen Münzsammlung ist beispielsweise auch die Friedrich-Schiller-Universität Jena (FSU) an diesem Großprojekt beteiligt. Mit seinen etwa 21.000 Exemplaren beherbergt das Orientalische Münzkabinett Jena die zweitgrößte öffentliche Sammlung orientalischer Münzen in Deutschland. In die KENOM-Datenbank sind davon bisher zehntausend Exponate eingepflegt worden – 1460 sind im öffentlichen Breich einsehbar.
Goldene Highlights
Mit dabei sind zwei besondere Highlights der Jenaer Sammlung: Bei dem einen Prachtstück handelt es sich um eine blassgoldene Münze aus dem 11. Jahrhundert, die etwa die Größe eines 20-Cent-Stücks besitzt. Das Besondere: Während zum Beispiel auf antiken Münzen oft Bildnisse zu sehen sind, prangen auf dieser islamischen Münze knapp 150 Wörter. Im „virtuellen Münzkabinett” wird darüber hinaus die aus der Sammlung der FSU bekannte Goldmünze mit dem Bildnis des Kalifen Abd al-Malik hervorgehoben – einem der bedeutendsten Kalifen der Umayyaden, der von 685 bis 705 regierte.
Das „virtuelle Münzkabinett” soll an der Friedrich-Schiller-Universität in Zukunft auch stark in die Lehre eingebunden werden, sagt Norbert Nebes, der den Lehrstuhl für Semitische Philologie und Islamwissenschaft innehat. „Es vereinfacht die Präsentation unserer Bestände in den Lehrveranstaltungen ungemein, wenn man ein digitales Schaubild zeigen oder darauf verweisen kann”, so der Wissenschaftler.





