Thematisiert werden etwa Humoralpathologie, mittelalterliche Klostermedizin und Maßnahmen zur Bekämpfung von Pocken und Cholera im 18. und 19. Jahrhundert. Dazu zeigt die Nationalbibliothek viele Schätze aus ihrem Bestand: mittelalterliche und frühneuzeitliche Handschriften und Drucke, Graphiken, Fotografien und medizinische Instrumente. Zu den Höhepunkten gehören eine um 1400 datierte Abschrift des „Tacuinum sanitatis“ – eines im 11. Jahrhundert von Ibn Butlan, einem christlichen Arzt aus Bagdad, verfassten Gesundheitsratgebers – und das Tagebuch des Wiener Arztes Johannes Tichtel aus dem späten 15. Jahrhundert. Gewürdigt werden auch Persönlichkeiten, die zentrale Beiträge zur Professionalisierung der Gesundheitsfürsorge in Österreich leisteten – etwa Gerard van Swieten, der als Leibarzt Maria Theresias die medizinische Ausbildung grundlegend reformierte.
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