Die Qualität des Denkmalschutzes hängt mit der Qualität der Handwerkarbeit zusammen. Denn auch wenn sich das Handwerk modern orientiert, bei der Restaurierung muss es sich auf seine alten Traditionen, Fähigkeiten und Techniken besinnen. Häufig wurden Nachfertigungen oder Reparaturen, die möglichst dicht am Original bleiben müssen, durch neuartige Techniken und Materialen durchgeführt oder ganz ersetzt, die weder optisch, noch bautechnisch mit dem historischen Bestand in Einklang standen. In den letzten Jahren kamen allerdings Strömungen in der Handwerkerschaft auf, die sich wieder mit den ursprünglichen Fähigkeiten befassten und ihre fertigungstechnischen Traditionen pflegten.
Die Ausstellung zeigt den Reiz des handwerklichen Schaffens und dokumentierte dabei den kulturellen Beitrag, den das Handwerk zum Erhalt historischer Bausubstanz leistet. Es werden die verschiedenen Handwerksberufe vorgestellt, die an der Umsetzung des Denkmalschutzes an historischen Gebäuden beteiligt sein können, zum Beispiel Dachdecker, Pflasterer, Steinsetzer, Stuckateure, Terrazzohersteller oder Tischler. Durch ein umfangreiches Rahmenprogramm hat der Besucher die Möglichkeit, direkt in Kontakt mit Handwerkern und Denkmalpflegern zu treten. Am 16. Mai zeigen zum Beispiel an der Denkmalpflege beteiligte Handwerker von 10:00 bis 17:00 Uhr ihr Können.
Die Wanderausstellung wurde durch das Niedersächsische Landesamt für Denkmalpflege erarbeitet und für den Ausstellungsort im Bomann-Museum um Objekte ergänzt, die einen Bezug zu Celle ermöglichen.





