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Vom Kloster zum Waisenhaus
Anfang des 13. Jahrhunderts entstanden neben unzähligen Männerklöstern in Süddeutschland auch viele Frauenklöster. So auch in Günterstal, heute ein Vorort von Freiburg. Es waren wirtschaftlich unabhängige Töchter aus dem städtischen Patriziat und dem Ministerialadel Freiburgs, die sich hier im Geiste des…
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Am 15. September 1224 weihte der Konstanzer Bischof Konrad von Tegerfelden den Altar der noch unvollendeten Kapelle, das Atrium des Kirchhofs und das Kloster. Adelheid, zur ersten Äbtissin gewählt, starb 1281 nach 55-jähriger Amtszeit im Alter von 80 Jahren und wurde im Kloster begraben. Um ihre Grablege sollen sich Wunder ereignet haben.
Von Beginn an unter dem Schutz päpstlicher Privilegien stehend, entwickelte sich das Kloster bald zu einem der wohlhabendsten Frauenklöster im Breisgau. Bereits 1233 umfasste sein Besitz zahlreiche Güter in 16 Orten im Umland. Mitte des 14. Jahrhunderts verfügten die Klosterschwestern, deren Zahl sich zwischen sechs und etwa 30 bewegte, über Besitzungen und Einkünfte in mehr als 100 Orten im Breisgau und im Elsass.
Die Klosterregeln des heiligen Benedikt bestimmen den Alltag
Die Zisterzienserinnen folgten den benediktinischen Regeln: Im Mittelpunkt des Tagesablaufs stand der Gottesdienst, bestehend aus Gesängen, Gebetsübungen und Handarbeiten. Über den Alltag zwischen 1455 und 1519 berichten Quellen, dass es montags zwei kleine Schüsseln mit Gerstenmus gab, dienstags und samstags zwei mit weißen Erbsen, mittwochs und freitags mit grauen Erbsen, dazu Brot und Wein. Dafür wurde an Feiertagen und großen Festen großzügig aufgetischt. Bei körperlichen Arbeiten wurden die Schwestern von Laienbrüdern und -schwestern unterstützt.
Unsichere Zeiten brachten das 14. und 15. Jahrhundert. 1480 beispielsweise stand die Klosteranlage unter Wasser, und vom Friedhof wurden große Steine und Grabstätten weggerissen. Im Anschluss breiteten sich Seuchen aus, und so starben 1485 elf Klosterschwestern.
Über die mittelalterliche Klosteranlage und ihre Ausstattung ist fast nichts bekannt. Immerhin scheinen die anfänglichen Regeln der Schlichtheit, die sich auch in der Ausstattung anderer zisterziensischer Bauten zeigten, im Laufe der Zeit aufgelockert worden zu sein. Prächtige Tafelmalereien entstanden und schmückten das Innere der Klosterkirche.
Bekanntlich gedeiht in Krisenzeiten die Legendenbildung. So soll im Jahr 1414 ein hölzernes Kruzifix den hinter dem Kloster verlaufenden Bohrerbach hinaufgeschwommen sein. Anwesende Hirten versuchten es vergeblich aus dem Wasser zu ziehen, erst der herbeigerufene Beichtvater hob das Kreuz aus dem Bach und trug es in die Kirche. Als ein Blinder seine Augen mit dem herabtropfenden Wasser benetzte, soll er geheilt worden sein.
Das sprach sich schnell in Freiburg herum. Der Klerus entschied, das Kruzifix ins Münster zu überführen. Als es vom Altar entfernt und zur Kirchentür getragen wurde, soll es plötzlich so schwer geworden sein, dass ein Weitertransport unmöglich wurde. Somit blieb es in Günterstal und wurde öffentlich ausgestellt.
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Von Juni 1524 bis Dezember 1525 machten aufständische Bauernhaufen den Oberrhein unsicher. Beim Kampf um ihre Rechte schreckten sie auch vor der Plünderung des Klosters nicht zurück. 1638, als Freiburg dem König von Schweden unterstand, wurde es wieder geplündert, ebenso 1677 während der Belagerung Freiburgs durch die französische Armee, wiederum 1713, als Günterstal Teil des Belagerungsrings durch die Franzosen wurde.
Erst das Barockzeitalter brachte eine neue Blüte auf wirtschaftlichem und kulturellem Gebiet. Der Vorarlberger Baumeister Peter Thumb (1681–1766) wurde mit dem Neubau des Klosters, von dem sich bis heute große Teile erhalten haben, beauftragt. Er beinhaltete Kirche, Konventsgebäude sowie weitere Wirtschaftsgebäude wie Schmiede, Mühle, Holzschuppen, Wasch- und Schweineküche. Da Heiligenverehrungen, Kirchweihfeste und Prozessionen die Volksfrömmigkeit wachsen ließen, konnten die Zisterzienserinnen mit drei großen Attraktionen prunken: dem auf sechs Füßen stehenden Sarkophag der Gründungsäbtissin Adelheid, dem Wunderkreuz sowie einer Reliquie des Blutes Christi. Im neuen Klosterbau wurde sie öffentlich ausgestellt, ein Teil davon 1737 aber in das Kloster Reichenau abgegeben.
1806 wird das Kloster aufgehoben
Reformen Maria Theresias und Kaiser Josephs II. brachten im 18. Jahrhundert Einschränkungen und die Neuordnung der Pfarreien. In Folge der Französischen Revolution wurde das Kloster 1796 besetzt, wieder geplündert und als Lazarett genutzt. 1806 wurden fast alle Freiburger Klöster aufgehoben, und die Günterstäler Klosterschwestern verließen mit einer Pension ausgestattet das schuldenfreie Kloster.
Die Säkularisation bedeutete für die Anlage den größten Bruch in ihrer Geschichte – denn jetzt hielt die Industrialisierung im Sakralbau Einzug. 1809 wurde „das zu einer Fabrik sehr dienliche Klostergebäude“ zur Versteigerung ausgelobt. Zur Immobilie gehörten neben 88 Zimmern drei Küchen, vier Tiefgewölbekeller, auch weitläufige Anlagen wie Scheuer, Stallungen und Torgebäude. Da sich für den Schätzpreis von 25 000 Gulden kein Interessent fand, wurde der Komplex schließlich für 8000 Gulden an den Textilfabrikanten Friedrich Mez verkauft. Dieser ließ einen Kanal anlegen, um Wasser aus dem hinter dem Kloster fließenden Bohrerbach zur Verarbeitung von Baumwolle nutzen zu können. Fortan trieb ein sechs Meter hohes Wasserrad 15 Vorwerks- und zwölf Feinspinnmaschinen an.
Bereits 1817 wurde die Anlage erneut zum Kauf angeboten. Benedikt Heinrich Selesius und Johann Nepomuk Sales Marquard von Hermann erwarben sie für 15 000 Gulden. In der neu eingerichteten Fabrik, die hochwertige Garne herstellte, sollen etwa 100 Arbeiter beschäftigt gewesen sein. Natürlich nutzten „moderne“ Unternehmer wie sie die Situation vor Ort aus, um durch Kinderarbeit ihre Fabrik besonders profitabel zu machen. 1818 konnte den Fabrikkindern wenigstens eine Stunde Unterricht pro Tag auf Kosten der Unternehmer erteilt werden.
Nach einem Großbrand erfolgt nur ein teilweiser Wiederaufbau
Im April 1829 vernichtete ein Brand große Teile des Gebäudes; dabei wurden Kirche sowie Süd- und Westflügel bis auf die Grundmauern zerstört. Beim Wiederaufbau blieben das obere Geschoss und zwei Flügel unersetzt, und die Kirche wurde in den folgenden Jahren nur notdürftig wiederhergestellt. Marquard von Hermann schied schon im Brandjahr aus der Geschäftsführung aus; die Spinnerei wurde aufgegeben. Die neu eingerichtete Weberei verfügte über 30 eiserne Webstühle, die Kalikots, ein feines, dichtes Baumwollgewebe, erzeugten.
Da Marquard von Hermann eine Brauberechtigung besaß, verlegte er sich 1832 auf das Bierbrauen und betrieb eine Gastwirtschaft. Nach seinem Tod 1840 übergab seine Frau Constantia die Geschäftsführung an ihren Sohn Anton Christoph. 1845 ging der Betrieb an den Bierbrauer Gustav Scheltle über. Constantia Marquard behielt nur die Weberei, in der sie 1852 20 Bewohner von Günterstal beschäftigte.
Obwohl 1840 ein erstes Kinderschutzgesetz erlassen worden war, bestimmte Kinderarbeit noch immer den Arbeitsalltag in der Weberei. Die Kinder mussten allerdings in der Fabrikschule Unterricht erhalten. 1856 wurde Constantia gezwungen, eine Fabrikordnung vorzulegen; somit gehörte erst 1857 die Kinderarbeit der Geschichte an.
1864 verkaufte Constantia die Firma an den Schweizer Textilunternehmer Gottlieb Siebenmann. Nach der Eingemeindung Günterstals nach Freiburg 1890 entschloss dieser sich, das Gebäude an die Waisenhausstiftung zu verkaufen. Die parallel im Gebäude betriebene Brauerei, die bis dahin mehrfach den Besitzer gewechselt hatte, ging dann 1892 an die Waisenhausstiftung über.
1894 wurde in Günterstal das Waisenhaus der Stadt Freiburg eröffnet, das zu dieser Zeit 47 Mädchen und 31 Knaben unter einem Dach beherbergte. „Der Hauptvorzug des neuen Waisenhauses“, so der Armenrat der Stadt, „besteht darin, dass dasselbe in einem prächtigen Gebirgsthale, von drei Seiten mit Waldungen umgeben, gelegen ist, große Spielplätze und Gartenanlagen besitzt, wo die Kinder auch zweckmäßige Beschäftigung finden können.“
Die Erziehung der Kinder jedoch oblag den Barmherzigen Schwestern vom Heiligen Vinzenz von Paul. Deren Tagesablauf war von der Morgenandacht über die heilige Messe um halb acht, Gebete vor und nach dem Mittagessen bis zum Kirchenabendgebet und dem Nachtgebet religiös ausgerichtet. Disziplinverstöße wurden hart bestraft, ebenso das Bettnässen mit radikalen Mitteln unterdrückt – wie in einem belegten Fall, als die Ordensschwestern den Penis eines Jungen mit einem Zwirnfaden abbanden, um ihn „abzudichten“.
Der Erste Weltkrieg, der zahllose Sozialwaisen hinterließ, führte im Waisenhaus zu einer Flut von Einweisungen. Durch die Inflation 1923 verschlechterte sich die finanzielle Lage der Anstalt zudem dramatisch. Die heruntergekommenen sanitären Anlagen führten zu katastrophalen hygienischen Verhältnissen. Ende April 1926 brach im Haus eine schwere Masern- und Grippeepidemie aus, die zu 18 Todesfällen unter den 105 Kindern führte.
Nach dem Tod der Oberin 1932 schien der Weg zunächst frei für eine Neuausrichtung der Anstalt im Sinne „familienhaft gestalteter Heimerziehung“. Doch nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten 1933 folgte die Rückkehr zur kasernierten Unterbringung. Auch wurden Waisenhäuser und Erziehungsheime jetzt in Kategorien eingeteilt und durchkämmt, um „verwertbare“ Zöglinge für die NS-Parteiorganisationen zu erfassen und die „minderwertigen“ in geschlossene Anstalten zu verlegen.
Ein Umbau behebt die schlimmsten Zustände
Seit 1934 erfolgte eine Generalsanierung des Hauses; dabei wurde auch ein Isolierzimmer eingerichtet, um Masseninfektionen vorzubeugen. Im Mai 1935 war der Umbau abgeschlossen, das Heim, so der Direktor, sei „eine Musteranstalt geworden und mit 100 Kindern in vollem Betrieb“. Deren Lebensalltag hingegen blieb von Mangel bestimmt. Die Pflegesätze bewegten sich während der NS-Zeit zwischen 1,25 und 1,40 Reichsmark je Kind und Tag. Zeitzeugen berichten, um 1942 hätten sogar 180 Kinder, von zwölf Nonnen betreut, im Haus gelebt, die in sechs nach Alter und Geschlecht getrennten Gruppen von jeweils 30 aufgeteilt waren. Alle schliefen in großen Sälen, in denen 15 bis 18 Betten standen.
Der Hunger blieb allgegenwärtig. Eine Zeitzeugin erinnerte sich an Kinder, die Fliegen gefangen und gegessen hätten. Als katastrophal beschreibt sie auch die hygienischen Verhältnisse im Heim. Mindestens einmal pro Nacht seien sie geweckt und „auf den Topf“ gesetzt worden. Dazu diente ein Blecheimer mitten im Raum, auf dem sie so lange sitzen bleiben mussten, bis „das Geschäft“ verrichtet war.
Mindestens ein Fall von Euthanasie ist dokumentiert: Nachdem der dreijährigen Erika Lautenschläger „angeborener Schwachsinn“ und ein „Wasserkopf“ bescheinigt worden waren, wurde sie im September 1943 von Günterstal aus in die sogenannte Heil- und Pflegeanstalt Kaufbeuren-Irsee verlegt und dort ermordet.
Beim Luftangriff auf Freiburg am 27. November 1944 blieb Günterstal verschont; dafür wurden schon am Tag darauf die Patienten mehrerer Stationen aus dem zerstörten Klinikum ins Haus verlegt.
Nie war das Waisenhaus als Zufluchtsort im sozialen Gefüge Freiburgs wichtiger als zwischen 1944 und 1949, als hier mehr als 1100 Kinder aufgenommen wurden. Hier hatten sie, ausgebombt oder herumstreunend, ein Dach über dem Kopf und bekamen regelmäßige Mahlzeiten, auch wenn diese oft nur aus ein paar glasigen Kartoffeln bestanden.
Das Schicksal einer Heimerziehung teilten in der frühen Bundesrepublik mehr als 700 000 Kinder und Jugendliche. In Günterstal waren die Bedingungen besonders schlecht, da hier eine kaum beschreibbare Enge herrschte, da die nach dem Luftangriff im Haus untergebrachten Klinikstationen noch lange blieben. Das ermöglichte Medizinern, an Waisenhauskindern Experimente – etwa mit Zahnspangen – durchzuführen.
Erziehung getrennt nach Geschlechtern
Auch nach der Währungsreform im Juni 1948 blieb das Versorgungsniveau äußerst bescheiden. 1954 galt für einen Jungen der Tagessatz von vier, für ein Mädchen von 3,80 D-Mark, hinzutreten konnte ein „Bettnässerzuschlag“ von 35 oder ein „Hilfsschülerzuschlag“ von 25 Pfennig. 1954 gab es 190 Betten im Heim, das Pflege- und Hauspersonal bestand aus 32 Personen: Neben zwölf Ordensschwestern gab es drei staatlich geprüfte Kindergärtnerinnen sowie 13 „weltliche“ Pflegerinnen.
Wie schon zu NS-Zeiten lebten die Geschlechter bis Mitte der 1970er Jahre streng getrennt voneinander in Gruppen: den jeweils „kleinen“ (sechs bis zehn Jahre) und „großen“ (zehn bis 14 Jahre) Mädchen bzw. Jungen. Nur die Zwei– bis Sechsjährigen wurden gemeinsam betreut. Die Trennung muss sehr strikt gewesen sein: Zeitzeugen berichten, dass sie erst durch einen Zufall begriffen, dass auch ihr Bruder oder ihre Schwester ebenfalls im Heim lebte.
Obwohl das Waisenhaus in Günterstal keine geschlossene Einrichtung war, haben es viele Ehemalige so empfunden. Einmal dort eingewiesen, war ihr Verbleiben bis zum Alter von 14 oder 15 Jahren besiegelt. Überlebenswichtig für jeden Einzelnen war die Frage, ob Kontakte nach draußen zu Eltern, Verwandten oder Vormündern bestanden. War dies nicht der Fall, hatten die Betreffenden unter dem harten Regiment besonders zu leiden, da die Ordensschwestern genau wussten, welche Kinder sie in Drucksituationen härter anfassen konnten als andere.
Kindern mit Angehörigen ging es deutlich besser, und so kam es vor, dass in ein und derselben Gruppe Kinder von den Schwestern gedemütigt und misshandelt wurden und andere von der Erziehung geradezu schwärmten. Großen Wert legten sie jedoch darauf, die Kinder zu guten Katholiken zu machen. Eine höhere Schulbildung war bis weit in die 1960er Jahre nicht vorgesehen. In der Regel erfolgte ein nahtloser Übergang vom Waisenhaus in ein katholisches Lehrlingsheim für Jungen oder ähnliche Einrichtungen für Mädchen.
Der Heimalltag blieb für die meisten Kinder von Repression geprägt. Um selbst über den Tag zu kommen, ließen die Schwestern, die bis zu 40 Kinder zu betreuen hatten, strengste Disziplin walten. Körperliche und seelische Gewalt, brutaler Essenszwang, Demütigungen vor allem der Bettnässer, sexueller Missbrauch und „Schwarze Pädagogik“, wenn etwa die „Bollimaus, die Dich holt“, als Angstgespenst beschworen wurde, waren an der Tagesordnung. Im Sommer 1975 erstatteten Angehörige erstmals Anzeigen gegen übergriffige Nonnen, woraufhin der Orden die noch verbliebenen Schwestern komplett abzog.
1975 gibt es beim Betrieb des Heims einen Neuanfang
Am 1. Oktober 1975 wurden für die verbliebenen 78 Kinder neue Heimleiter und Erzieher eingestellt. Zeitgleich erfolgten große Investitionen in das Gebäude. Einerseits gab es noch die großen Schlafsäle, andererseits schon bald Kleinsträume mit Nasszellen. Weiterhin sah der Plan vor, im Haus sechs voneinander unabhängige Wohngruppen mit jeweils eigenen Küchen, Bad- und Wohnbereichen einzurichten, in denen auch die Erzieher, wie in einer Wohngemeinschaft, jeweils ein Zimmer hatten. Dementsprechend stieg der Pflegesatz stark an: Am 1. Dezember 1975 betrug er 45,30, zwei Jahre später waren es bereits 72,70, am 1. März 1985 schließlich 122,10 D-Mark.
Doch Ende 1983 galt das Ein-Haus-Konzept als gescheitert, da der Aufwand in keinem Verhältnis mehr zum pädagogischen Ertrag stand. Der grundlegende Paradigmenwechsel in der außerfamiliären Erziehung von Heranwachsenden vollzog sich 1991 durch das neue Kinder- und Jugendhilfegesetz (KJHG). Es stellte den individuellen Hilfebedarf ins Zentrum. Die Kinder wurden in sechs neu geschaffenen Wohngruppen untergebracht. Die zentralen Eckpfeiler der Pädagogik sind seither die verlässliche professionelle Beziehung zwischen den Kindern und den Bezugspädagogen sowie die Beteiligung der jungen Menschen in allen wichtigen Fragen. Die Kinder- und Jugendhilfe der Waisenhausstiftung Freiburg ist heute eine moderne Jugendhilfeeinrichtung mit einer breiten Palette an Hilfe- und Förderangeboten.
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