Im Original zu sehen ist der in Mainz gefundene Porträtkopf aus dem frühen ersten Jahrhundert, der zwar Augustuskopf heißt, aber nicht unbedingt den Kaiser abbildet, sondern möglicherweise einen seiner Enkel. Daneben können die Besucherinnen und Besucher nicht nur qualitätvolle Kopien römischer Kaiserporträts sowie prachtvoller Gemmen bestaunen, sondern auch einen Blick auf seltene Gold- und Silbermünzen werfen, die sonst im Tresorraum des Mainzer Stadtarchivs den Blicken Neugieriger entzogen sind.
Die ausgestellten Exponate und Begleittafeln ermöglichen eine kleine Zeitreise in die Epoche des Augustus. Besucher erfahren Einzelheiten über seinen Tod in Nola sowie die Todesarten römischer Kaiser. Außerdem kann man sich die Bedeutung seiner diversen Frisuren erläutern lassen und etwas über die Medienkampagnen zur Bewerbung der zahlreichen Nachfolgekandidaten erfahren. Zur Sprache kommen ferner die Insignien sowie die Titulatur römischer Caesaren und eine ganz besondere Ehrung römischer Kaiser durch den Senat, die Vergöttlichung.
Der letzte Teil der Präsentation ist der Rezeption des Augustus im Führerkult des Faschismus gewidmet: Sowohl im faschistischen Italien als auch im nationalsozialistischen Deutschen Reich wurde sein 2000. Geburtstag 1937 als propagandistisches Medienereignis ersten Ranges gefeiert.





